Gottesdienste zum Reformationsjubiläum

 

Reformationsjubiläum in St. Paulus –
Gottesdienste in Ingolstadt und Kösching

Stilvoll und feierlich – so kann man den Reformationsjubiläumsgottesdienst in der Pauluskirche umschreiben. Mit den Stadträte Robert Schidlmeier und Franz Hofmaier, außerdem Diakon Dragan Milos von St. Josef und einer großen Abordnung aus St. Peter/St. Willibald, Pfr. Mieczyslaw Bobras, Gemeindereferentin Martina Haberl und viele Mitgliedern des Pfarrgemeinderates) gedachte die Festgemeinde in der gut besuchten Kirche der Reformation durch Dr. Martin Luther.

Dabei kamen die Freude über Luthers grandiose Leistungen ebenso wie auch Betroffenheit über seine Fehlleistungen und die gegenseitigen Verletzungen in den folgenden Jahrhunderten zu Wort. In der seiner Predigt warf Pfarrer. Dr. Jürgen Habermann einen Blick auf die Erneuerungsbedürftigkeit der Kirchen heute und endete mit einem Appell von bekannten, auf Einigung hoffenden Christen. Außerordentlich viele Christinnen und Christen nahmen am Abendmahl teil. Beim anschließenden Kirchenkaffee konnte man einiges noch im Gespräch vertiefen.

Ein ähnliches Bild bot sich auch in der Köschinger Ladenkirche. Bürgermeisterin Andrea Ernhofer und 2. Bürgermeister Leo Pannwitz nahmen mit einigen Marktgemeinderäten am Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum teil. Ebenso Erich Liepold und Thomas Schumann, die beiden Sprrecher des Pfarrgemeinderats der katholischen Pfarrgemeinde Kösching, Klaus Müller Würzburger von der Kirchenverwaltung und Georg Altmann von der Kolpingsfamilie.

In der voll besetzten Ladenkirche beleuchtete Pfarrer Christoph Schürmann die Wirkungen, die die Reformation bis heute in unser kirchliches und gesellschaftliches Leben hat. An den Begriffen „Liebe“, „Anerkennung“, „Vergebung“ und „Freiheit“ zeigte er auf, dass viele Entdeckungen der Reformatoren auch für die Menschen des 21. Jahrhunderts noch hochaktuell sind. Als Am Ende erinnerte er die christlichen Kirchen aller Konfessionen an ihren gemeinsamen Grund, Jesus Christus, und die gemeinsame Aufgaben, auf die Fragen und Bedürfnisse der Menschen heute einzugehen und Gottes Wort zu den Menschen zu bringen. „Wir schauen heute zu recht wieder mehr auf das Verbindende. Aber wir müssen, sollen und wollen noch mehr auf Christus schauen“, so Schürmann.